Art

Kunst. Der Begriff irritiert mich zusehends, je näher er an Markt und Spektakel rückt. Bis ca. 2010 war ich im Kunstmarkt in Galerien vertreten, habe an reichlich Ausstellungen teilgenommen, mich aber dann aus dem offiziellen Betrieb zurückgezogen, um die Schere des Marktes aus dem Kopf zu bekommen, nicht kategorisiert zu werden und nicht in den Strudel von Spektakeln gezogen zu werden.


Mein Großvater hat mich sehr früh gelehrt, dass Zeichnen – also zunächst einmal das Wiedergeben von etwas – vor allem Hinschauen voraussetzt, und zwar ein sehr genaues Hinschauen, nochmal und nochmal. Dabei kann Schauen vieles heißen. Eine Dokumentation über blinde Fotografen, die ich einst sah, zeigte, wie ein entstehendes Bild ertastet und imaginiert wurde. Die Ergebnisse dieser Art des "Hinschauens"  haben mich tief beeindruckt. Neben der Zeichnung arbeite ich in meinem künstlerischen Werk immer schon auch mit Fotografie. Mein Vater hat mir, als ich ein Teeanger war,  seine Voigtländer überlassen, anhand derer er mir grundlegende Aspekte der Fotografie erklärte. Ich erinnere mich an Bildwerdungen in der Dunkelkammer, an den Geruch des Fixierbades, an die Klammern zum Aufhängen der noch feuchten Abzüge.

 

Meine Medien sind Fotografie, Malerei, Video und Zeichnung. Analoges und Digitales mischen sich hierbei. Konstante meiner künstlerischen Tätigkeit ist der Bruch, die Abweichung, das Divergierende, die Inkohärenz. Die Arbeit fliegt auseinander wie das Weltall und es scheint, das muss so sein.

Teenagerblätter: Immer aus Magazinen abgezeichnet während der Schulzeit