Schreiben

Ich schreibe, seitdem ich schreiben kann. Texte, Kurzprosa, Prosa und Lyrik. Für mich, für die Welt, für Künstler und für Kunden. 2015 erschien mein erster Roman im Salzburger Literaturverlag Jung und Jung. 

Prosa

Vaterhaus
Roman, 2015, Jung & Jung, 112 Seiten

Klappentext


Die Tapetenmuster, der Handlauf im Treppenhaus, die Maserung der Fußböden: Kein Ort auf der Welt ist uns vertrauter als das Haus unserer Kindheit – und keiner kann uns so fremd werden. Das Haus in diesem Buch ist nicht irgendeines, es ist besonders, und doch ist es wie jedes andere. Es erzählt von einem Kind und seinem Heranwachsen, von der Heimat, die es darin findet und wieder verliert, von der Geschäftigkeit des Vaters, seinem Wüten, von der Rastlosigkeit der Mutter, von Eskalationen und vom Schweigen, von der Werkstatt des Großvaters und wie er mit der Schleifmaschine die Zeichenstifte anspitzt, vom Birnbaum vor dem Haus, der irgendwann einem Parkplatz weicht, von einer Zeit – den Sechziger- und Siebzigerjahren – und den Versprechungen eines immer noch besseren Lebens. 

Bis ins kleinste Detail macht sich die Frau, die dieses Kind war, das Haus gegenwärtig, rekonstruiert es aus der Erinnerung mit präziser Sorgfalt und distanziertem Blick, um ihm und ihrer Geschichte näher zu kommen. Und sie erkennt, dass es den Ort, den sie sucht, gar nicht gibt, so nie gegeben hat, dass das Vaterhaus in ständiger Verwandlung begriffen war und ist.

Auszeichnungen


"Vaterhaus" wurde 2015 von der Darmstädter Jury  als "Buch des Monats November" ausgezeichnet 

Interviews


Interview auf youtube mit Bea Dieker zu "Vaterhaus" im Pop-Feuilleton "The other side"

Interview mit Stefan Brams von der Neuen Westfälischen

Rezensionen


Michael Hierholzer im FAZ Feuilleton, 05. Dezember 2015

Protzige Schallwellen
Die Räume, in denen man aufwächst, sind einem auf besondere Weise vertraut. Die Gegenstände verbinden sich mit einem Gefühl oder einer Erinnerung. Andererseits kann man sich nicht trauen. Vielleicht ist alles nur halluziniert oder falsch erzählt worden? In diesem Zwischenraum bewegt sich Bea Diekers Debütroman über eine Kindheit und Jugend auf dem Land. Als helfe der Dokumentierwahn gegen die Übermächtigkeit des Erlebten, lässt die Ich-Erzählerin das Haus in knappen, griffigen Sätzen vor unseren Augen entstehen, die "Abende in deutscher Eiche", das Fünfziger-Jahre-Interieur, darin der elterliche HiFi-Laden, in dem man mit Schallwellen protzte. Die Stärke der dichten Prosa liegt in ihrer Sinnlichkeit. Und so sieht man schließlich auch die Kleinfamilie in diesem Haus. Erst schemenhaft, dann immer schärfer. Man will wissen, woher diese "Unheimlichkeit in den Wänden" kommt, die vor allem vom Vater ausgeht, um den sich alles zu drehen hat. Bea Dieker, 1960 geboren, lebt in Frankfurt und ist Künstlerin. In "Vaterhaus" verdichtet sie die Mächtigkeit des Innenlebens zu kühlen Bildern und trotzigen Diagnosen, ohne die Kontrolle über die Sprache zu verlieren.

 

Carolin Courts im SWR 2 - Forum Buch, 22. November 2015
PDF - ab Seite 9

 
Thorsten Schulte auf Literaturkritik.de
Funkenflug wie Sternenstaub

Bezugsquellen


"Vaterhaus" ist im Buchhandel zum Preis von Euro 16,90 erhältich
"Vaterhaus" auf Amazon

 

 Verlagsinfo Jung und Jung

Status
Roman, 2017, Deichstürmer Verlag, limitierte Erstauflage, 100 Exemplare

Klappentext


Status” knüpft an seinen Vorgänger “Vaterhaus” an und schreibt das Leben der Protagonistin, die in der Provinz geboren ist, fort. Durch einen bemerkenswerten beruflichen Werdegang scheint sie ihre kleinbürgerliche Herkunft ganz und gar hinter sich gelassen zu haben. Die erfolgreiche Überfliegerin befasst sich mit der Identität international renommierter Marken und ist rund um die Uhr beschäftigt. Der Beruf ist Erfüllung, Sinn und Mittelpunkt, um sie herum häufen sich die Insignien eines gelungenen Daseins. Der Entwurf eines freien, selbstbestimmten Lebens scheint vollends aufzugehen, doch der Zuwachs im Materiellen geht mit Verlusten bei Freunden und Bindungen einher. Selbsterschaffung und Lebensregie entlarven sich nach und nach als halt- und heillose Bricolage. Die Idee der Autonomie, der Neuerfindung des eigenen Ich, entpuppt sich in “Status” als Illusion und Falle. Mit diesem zweiten Band des auf mehrere Bände angelegten Romanzyklus FLUCHTEN thematisiert Bea Dieker die fatale Wirkmächtigkeit Generationen übergreifender Lebens- und Denkschemata. 

Bezugsquellen


Limitierte Erstauflage, auf Wunsch signiert, ausschließlich per Mail zu bestellen, solange der Vorrat reicht. 

Nicht im Buchhandel und nicht auf Amazon erhältlich!

 

Gebundenes Exemplar mit Schutzumschlag
127 Seiten
Euro 24,90

Kurzprosa